Montag, 8. März 2010

Colombia

Wir fahren von Ecuador nach Kolumbien. Mühsames Procedere am Zoll , aber wir haben uns inzwischen an dies gewöhnt. Alle unsere Daten werden im Computer erfasst.




Wie in Ecudaor: hüglige aber sehr grüne, kultivierte  Landschaft
Das Land macht einen sehr gepflegten Eindruck: Saubere Strassenränder und blumengeschmückte Häuser



Die Panamericana führt uns ueber unzählige Bergrücken nach Norden



Kleine Städtchen  mit allem Nötigen für die vielen Fernfahrr: Uebernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung.


Mais, Kartoffeln mit Huhn gibts an kleinen Garküchen: günstig und sehr schmackhaft.

Vulkan bei Pasto: sieht friedlich aus, war aber im Januar 2010 das letzte Mal aktiv, wobei die Lava nach hinten wegfloss.

Wir besuchen ein Oekozentrum mit Wald-Lehrpfad : Ein Führer gibt uns einen guten Einblick in den Pflanzenreichtum des feuchten Urwaldes.


Im offenen Treibhaus werden über 50 Orchideenarten gezeigt.


Gibts in Europa nur im Gewächshaus

Tausendfüssler



Typisch in Feuchtgebieten: Bromelien überall auf den Bäumen.

Weite Täler und..
tiefe Schluchten wechseln sich ab






Ferienhaus mit erstklassiger Lage.

Die Ruhe und die freundlichen Leute in den Dörfern trügen:
Am selben Tag als wir Popayan durchfahren, verübt die FARC trotz überall sichtbarer Präsenz des Militärs einen Anschlag auf drei Lastwagen, um das Volk im Hinblick auf die kommenden Wahlen zu verunsichern.
.


Grosse Baumalleen sorgen in der Ebene für angenehmen Schatten. 


Riesige Flächen mit Zuckerrohr in der Nähe von Cali.
Die Stadt umfahren wir, um dem immensen Verkehr auszuweichen und aus Sicherheitsgründen.
Einzig durch  Medellin fahren wir mittendurch: Eine moderne 2 Mio Stadt mit Autobahnen, U-Bahn, Zentrum mit Hochhäusern aus Glas und Stahl, gepflegten Industrieparks etc.


Dafür treffen wir immer wieder auf die gigantischen "Trenes Canero", die zum Abtransport des Zuckerrohrs verwendet werden ( 1 Taktor, 4-6 Anhänger)





Keine Salamis: in Maisblätter verpackter "türkischer Honig"




Stände mit Süssigkeiten an allen Ecken
Was wie Kuchen aussieht, ist konzentrierter Rohrzucker der als Block verkauft wird.




Alte Transportbuse sind oft bunt bemalt und mit viel Chrom verziert.

Gewinnung von Sand am Fluss.

In mittleren Höhenlagen 1000 -1500 m  liegt die Kaffe- und Bananen-Zone
Der Anbau erfolgt oft auch an steilen Hängen.



Junge Bananenfrüchte werden mit Plastiksäcken vor Insekten geschützt.

Nein, hier wird nicht Zuckerrohr geerntet: Der Mann schneidet mit dem Buschmesser Gras für seine Kühe




Die harten Halme werden in einer Häckselmaschine verkleinert....

und den Kühen verfüttert. Offener Stall, 100% aus Bambus gebaut


Kaffee-Sträucher in der Bildmitte, teilweise mit Bananen vermischt (links)

Die  über mannshohen Sträucher werden bis 20 Jahre alt
und werden alle paar Jahre bis auf den Stamm zurückgestutzt.

Kaffe Kirschen werden zweimal im Jahr von Hand geerntet. Die reifen Früchte sind rot.
Ein Plücker schafft im Tag bis 230 kg!!!!


Die Bohnen werden sofort von der Hülle getrennt und gewaschen
Die Hüllen werden kompostiert


Getrocknete rohe Kaffeebohnen


Vor dem Rösten werden  in einem Mörser die Bohnen von den Spelzen befreit

Wir machen einen Röstversuch, der Duft ist unverkennbar.
Nachher gibts Kaffee aus selbst gesammelten Bohnen


Ab und zu findet man ein Cocastrauch. Im Gegensatz zu Peru ist hier der kommerzielle Anbau von Coca streng untersagt


Abendstimmung: Hochebene der Kaffeezone 
Temperaturen sind hier sehr angenehm, daher ist diese Zone auch ein beliebtes Ferien- oder Wochenend- Ziel der Städter 


Orchideen werden als Zierpflanzen auf den Aesten der Bäume gepflanzt


Nebst Bananen und Kaffee gedeihen Orangen, Mangos  (im Bild), Papayas...
...

Bambus gedeiht sehr übppig, junge Triebe wachsen 10 cm /Tag


Wohnhaus, 100% aus Bambus. Man beachte die Wandverkleidung


In der Zone über 1500 m sieht es wie im Zürcher Oberland aus. Bewaldete Hügel und Viehwirtschaft.
Etws exotisch sind die geschützten, hohen Wachs-Palmen. Der Wald ist ein feuchter Nebelwald.
Kein Wunder sind besonders viele Immigranten aus der Schweiz hier.

Milchtransport ins Tal



Im nahen Stätchen Salento herrscht reges Treiben am Sonntag. Die Leute vom Land kommen hierher um einzukaufen und miteinander zu plaudern.

Bei der Wärme immer gefragt: Jugos naturales.


 Fast wie auf dem Karrussel: der Wagen wird von Hand um den Platz gezogen.


Kaffeebars sind relativ selten: Espressomaschine aus den alten Zeiten.
Die Kaffeekultur muss hier erst noch entwickelt werden.


Rein kolumbianischer Cappucino: optisch und geschmacklich perfekt.
Es gibt neuerdings Bestrebungen nicht nur Rohkaffee zu exportieren, sondern zur Wertsteigerung auch Röstereien aufzubauen.

Armselige Hütte im Hinterland. Wäsche wird immer entlang der Strasse aufgehängt.
Gegen die viele Feuchtigkeit helfen Plastikfolien auf dem Dach und an den Wänden.

Typischer Nebel-Urwald. Ab hier gehts in die tropische Ebenen am Atlantik runter.


Viel Lastwagenverkehr auf den Bergstrecken behindert das Fortkommen. Beim kolumbianischen recht agressiven Fahrstil muss man besondere Vorsicht walten lassen. Doppelte Sicherheitslinien dienen mehr der Markierung der Strassenmitte, hindern aber niemand am Ueberholen, selbst in unübersichtlichen Kurven.

 Unten im Tal herrscht eine drückende Hitze von fast 40 °C und hohe Luftfeuchtigkeit

Erdige  Flüsse mäandern durch die Ebene.

Idyllischer Uebernachtungsplatz in einem Hotelkomplex mit Pool, Gartenhaus und Hängematten



Ueberraschung am Morgen: Im Pool fischen sie einen stattlichen Kaiman raus.

Putzige Kleinaffen auf den Bäumen

Wir besuchen die angegliederte Kaiman Farm.
Schlammige Becken hinter Stacheldraht....



in denen hunderte junger Kaimane uns kritisch anschauen.
Das Fleisch der Kaimane ist zart und ähnlich wie Geflügel.

Die ausgewachsenen Tiere werden bis 2.5 m lang.

Straussenrennen werden als Touristenspektakel organisiert.

Hitzeprobleme oder Siesta? Nein, der Monteur macht nur einen Service an der Kühltruhe


Ein kühles Bier und temperamentvolle Musik verkürzen den Nachmittag.


Auslieferung der Waren des Tischlers: beliebt sind Schaukelstühle


Die katholische Kirche spielt auch in Kolumbien eine wichtige Rolle



Papageien: Wie die sich wohl fühlen würden im Camper?

Typische Hütte im Caribik Stil: Hier unten sind die Häuser auf dem Lande alle mit Palmen oder Schilf gedeckt.


Blühende Tabebuia-Bäume sind ein Zeichen für den kommenden Frühling.


In Cartagena: Auf Schritt und tritt verfolgen dich die geschäftstüchtigen Händler.



Wunderschöne Gassen in der Altstadt laden zum Flanieren ein

Innenhof des Sofitel Hotels, früher ein Kloster

Verkäuferin von Früchten verdienen wahrscheinlich mehr Geld mit sich fotografieren lassen.

Spezialladen für Mixer: wo viele Früchte gemixt werden, werden auch Ersatzteile gebraucht.

Hier wird noch von Hand gemixt und gemischt.


Cartagena wird auch als Perle der Karibik bezeichnet.



Skyline im Stadtteil  Bocagrande
Teure, moderne Appartmenthäuser an der Seefront


Hilton Hotel an exclusiver Lage , im Hintergrund ankern Kreuzfahrtschiffe.
Bei deren Ankunft gehen in der Stadt regelmässig  die Preise hoch.


Die wirklich schönen Palmenstrände sind weiter südlich.



 
Mit diesem Flug nach Panama geht unser erster Reiseabschnitt zu Ende: Das also war Südamerika, mit all seinen vielen Facetten. Ein unvergessliches Erlebnis, insbesondere die letzten beiden weniger bekannten Länder (Ecuador/Kolunbien) die eine unglaubliche Diversität an Pflanzen, Tieren  und Landschaften aufweisen. 

Die Wohnmobile werden von hier nach Panama verschifftt, da es ausser Schmuggelpfaden keine Strasse durch die sumpfige Landbrücke des Darien gibt

Freitag, 26. Februar 2010

Ecuador



Wiur queren die Grenze zu Ecuador im Süden des Landes. Wir treffen auf eine bergige, aber sehr grüne Gegend, in der unten Reisanbau auf Terrassen dominiert. Die Gegend erinnert an Landschaften, wie man sie in  Asien findet. 


An den mit feuchtem Nebelwald bedeckten Hügeln sieht man einzelne Fincas mit Bananenplantagen und kleinen Weideflächen


Sicht aus 3000 m  auf die imposante Anden-Berglandschaft


Die Panamericana führt uns entlang der Anden.
Weite Teile von Ecuador sind aber flach (Amazonasbecken und Küstenstreifen)
 Bilder wie wir sie von denSchweizer Alpen kennen, mit dem Unterschied, dass wir hier auf 2500 m sind.
Häuser sind gebaut und relativ gut unterhalten

Bearbeitung der Aecker für Maisanbau noch wie vor hundert Jahren.
Traktoren sind hier fast unbekannt, dafür sieht man umso mehr zweiräderige Karren mit Maultieren


Kathedrale von Cuenca, eine der grössten Kirchen von Südamerika

Schöne Bauten im Kolonialstil in den Strassen, teilweise mit französischem Einfluss .
Auffallend sind die gepflegte Trottoirs und oben das Fehlen des üblichen Kabelsalates

Marktszene: Das Bild täuscht, in Cuenca laufen nur die Frauen des Landes in traditioneller Kleidung rum. Die Jugend kauft sich modische Kleidung in den vielen Boutiquen wie in Europa
Die Hüte und schwarzen Gewänder kennt man vom peruanischen Hochland (Titicacasee)
Die hiesige indigene Bevölkerung wurde in der Tat von den Incas von Peru hierher verschleppt.


Haushaltswarengeschäft wie anno dazumal: Daneben gibt es eine Vielzahl von Läden für Consumer Electronics, Mobiltelefone und elektr. Haushaltsgeräte. Offizielle Währung ist der US$.



Neben den Tante Emma Läden sind auch riesige moderne Shopping-Center zu finden.
Ecuador, das Land der Gegensätze


Cuenca ist ein Zentrum für die Herstellung von Panamahüten.
Hier Museum, Fabrikation und Verkaufsausstellung in einem,
mit  Nähmaschinen ( Singer) wie vor 50 Jahren.
Hauptmarkt war England/Italien

Die Hüte werden aus den Blattfasern einer Palme geflochten und mit Pressen und Hämmern in die richtige Form gebracht. An einem  Panamahut wird je nach Feinheit eine  Woche bis ein Monat gearbeitet, .



Lasten werden in Säcken oder typischen farbigenTüchern auf dem Rücken getragen

Blumenmarkt: Blumen in grosser Vielfalt
Neben dem grossen Exportanteil (Rosen) wird auch für den lokalen  Markt  produziert .
20 Rosen für einen Franken!


Nach dem Stadtrungang geniessen wir das Mittagessen in einem gepflegten Hotel mit Breitband-Internet.
Menü inkl Suppe, Hauptspeise, Dessert und Fruchtsaft für 2.5 Franken.


Die Tiere werden jeden Tag auf die Weide getrieben und ständig bewacht

Jeder Quadratmeter Boden wird genutzt: Felder bis an die Bergkuppen


Wo es immer möglich ist wird Mais angepflanzt. Die oft steilen Aecker erfordern viel Handarbeit



Die Rosenproduktion erfolgt  wegen der Höhe (3000 m) vor allem in Treibhäusern, die nicht gerade zur Landschaftsverschönerung beitragen.


Wir kommen nach Quito und suchen unser Hotel. Weil die offizielle GPS Route gesperrt ist fahren wir ohne Detailkarte durch die verwinkelte Altstadt mit all den steilen, engen Gassen: nicht ganz einfach, da Quito eine hüglige Topographie hat und zudem ca 50 km lang ist ( das Foto ist vom Zentrum aus aufgenommen) 

 
Wunderschöne Gassen in der Altstadt mit dem üblichen Verkehrschaos.

Belebter Hauptplatz mit der Freiheitsstatue ( Unabhänigkeit von Spanien)
Heute findet der allwöchentliche Wechsel der Wache vor dem Regierungspalast statt.
Eine recht militärische Sache mit Ansprache des Vizepräsidenten (Präsident weilt gerade in Guatemala)


Kirche mit eindrücklicher Barockfassade. Innen sind die  Wände mit 7 t Blattgold verziert.(wahrscheinlich Inkagold)

Sehr beliebt: Jugeria mit frischen Fruchtsäften aller Art

Wird hier als Spezialität angeboten: Meerschweinchen gebacken. Judith hats probiert.

Aequatordenkmal nördlich Quito: Erstmals wieder seit Oktober letzen Jahres auf der Nordhalbkugel.
Man glaubt dass es nach Norden ansteigen müsste

Sonnenuhr: doppelseitige Ausführung für den Aequator. Im Sommer wird die Zeit südlich abgelesen, im Winter im Norden.



Mercado Artesanal in Otavalo: Unzählige Läden in den Gassen und Stände auf dem Hauptplatz bieten  ähnliche Waren für Touristen an.Die Artikel werden meist in grosser Masse möglichst billig hergestellt: Artesanal ist leider ein wenig übertieben .

Es gibt sie trotzdem noch: die kleinen Handwerksbetriebe. Hier ein Lederatelier. Judith kauft eine Tasche. Die gewünschten Modifikationen und Verbesserungen werden an Ort und Stelle sofort gemacht.

 Schüler gehen alle in Uniform zur Schule mit übergrossen Rucksäcken wie in Europa . Teilweise sind die Schulen immer noch nach Geschlechtern getrennt.


Wir fahren auf der Strasse der Vulkane (30 Stück, davon 8 aktiv) , sehen aber infolge Wolken nur deren untere Hälften.Unter diesen schneebedeckten 6000ern finden sich bekannte Namen wie Cotopaxi .


Eine Caldera (Kratersee) eines Riesenvulkans mit Inseln die von späteren Eruptionen stammen